Neurologie | Orthopädie | Geriatrie

Durch die Schädigung des Zentralen und des peripheren Nervensystems kann es zu unterschiedlichen motorischen, sensorischen oder neuropsychologischen Defiziten kommen.

Je nach Komplexität der Störungsbilder haben diese unterschiedliche Auswirkungen.

Auf der Ebene der Körperfunktionen kann es im motorischen bzw. sensorischen Bereich beispielsweise zu Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen kommen.

Für den neuropsychologischen Bereich sind hier typische Defizite im Gedächtnis, der Handlungsplanung und -strukturierung oder eine Halbseitenunaufmerksamkeit.

Diese haben wiederum Auswirkungen auf der Aktivitätsebene. Dabei kann es vorkommen, dass das selbständige Anziehen, das Treppensteigen oder das Zubereiten einer Mahlzeit nicht möglich sind.

Weiterführend kommt es für den Patienten und dessen Angehörige meist zu Einschränkungen im Bereich des alltäglichen Lebens und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Beispielsweise können die Patienten nicht selbständig den Haushalt führen, das Haus nicht regelmäßig verlassen und den Kontakt zu Freunden nicht pflegen.

Ziel der Ergotherapie ist der Erhalt oder die Wiedererlangung der Handlungsfähigkeit zu ermöglichen. Das Ziel soll sein, den Alltag selbständig oder selbstbestimmt zu bewältigen.

Im Befund werden mit dem Patienten für ihn bedeutungsvolle Ziele festgelegt. Diese werden dann z.B. in einem Funktionstraining oder in einem handlungsorientierten Alltagstraining bearbeitet.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit Handlungsabläufe oder die Umwelt an die neue Situation anzupassen.

Jeder Patient hat Stärken und Ressourcen, die wir nutzen können.